Ötzi, der Mann aus dem Eis: Auch Hauenstein feiert das Jubiläum

25 Jahre sind es dieser Tage genau, als das ewige Eis in den Ötztaler Alpen einen der spektakulärsten Funde der Archäologiegeschichte freigab. Und überall auf der Welt wird dieses Vierteljahrhundert um Ötzi, „den Mann aus dem Eis“ gefeiert. Auch im Hauensteiner Schuhmuseum hat man zum 25. Geburtstag die Ötzi-Preziosen in den Blickpunkt des besonderen Jubiläums-Interesses gestellt. Weltweit ist Hauenstein nämlich das einzige Museum, das eine wissenschaftliche Nachbildung der authentischen Ötzi-Schuhe besitzt.

 

Zu verdanken haben die Hauensteiner Verantwortlichen ihre wissenschaftlich originalgetreue Nachbildung der steinzeitlichen Schuhe des berühmtesten Menschen dieser Zeit ihren guten und freundschaftlichen Kontakten zu der international bekannten Ötzi- Forscherin Anne Reichert, die heute bei Karlsruhe lebt.

Die Schuh-Originale aus der Eiszeit werden zwar wie ein Staatsschatz im Bozener Museum unter den allerbesten wissenschaftlichen Voraussetzungen aufbewahrt, dem Hauensteiner Museum war es jedoch vor einigen Jahren gelungen, Kontakte zu der bedeutenden Ötzi-Forscherin Anne Reichert zu knüpfen, mit dem Ziel, die wissenschaftlich detailgetreue Rekonstruktion ins Hauensteiner Museum zu holen. Frau Anne Reichert ist eine dieser Archäologen, die Zugang hat zu dem kleinen Kreis der Ötzi-Forschung haben. Ihr wissenschaftliches Hauptfach ist dabei die so genannte „Experimentelle Archäologie“, eine Wissenschaft, die nicht nur forscht, sondern die bis in feinste Verästelungen reichenden Methoden das jeweilige geschichtliche Relikt rekonstruiert. Die in Bruchhausen beheimatete Archäologen hatte sich u.a. auch einen außerordentlich guten Namen gemacht, als es galt, für die Produktion des SWR-Filmes, der die Alpenüberquerung von Süddeutschland nach Bozen möglichst naturgetreu nachvollzog, die Schuhe nach den Bozener Originalen zu rekonstruieren. Und jetzt kommt auch der gute Ruf des Pirmasenser internationalen Prüf- und Forschungsinstituts ins Spiel. Die Schuhe wurden nämlich von den Pirmasenser Prüfspezialisten auf Herz und Nieren geprüft, bevor es wie Ötzi über die Alpen ging- Der Film wurde dieser Tage gezeigt. „Bevor ich ein Paar dieser originalgetreuen Nachbildungen nach Hauenstein gab, habe ich täglich die Schuhe an meinen eigenen Füßen ausprobiert, denn unsere archäologischen Objekte müssen nicht nur so aussehen, sondern auch praxistauglich sein wie vor 5 000 Jahren“, sagte Frau Reichert, die weltweit zum inneren Kern der Ötziforscher zählt und u.a. auch der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie angehört und auch über die Ötzi Schuhe vielbeachtete wissenschaftliche Detailverarbeiten veröffentlichte.

 Die Ausgangsposition für die Archäologin beim „Hauensteiner Ötzi“ sind dabei Reste des rechten Schuhs und das Innengeflecht des linken Schuhs (3 350 -3100 v.Chr.). Die sensationelle Neuerwerbung der Eismann-Schuhe – dessen Leiche übrigens in der Nähe des in Hauenstein sehr bekannte Südtiroler Ortes Pfelders gefunden worden war - war es dem Hauensteiner Museum wert, eine eigene kleine Ötzi-Abteilung in der Schatzkammer im dritten Obergeschoß zu errichten, die nach den Plänen von Frau Reichert zu den wertvollsten Einrichtungen des Museums zählt. Diese Schatzkammer – u.a. auch mit den 2000 Jahre alten Römersandalen – ist einer der lohnendsten Hingucker in der museumsarchitektonisch sehenswerten dunklen „Rotunde“, die den Besucher zu den Preziosen führt.


Vor genau 25 Jahren wurde Ötzi als Weltsensation gefunden. Die wissenschaftlich nachgebauten Schuhe, die auch im Pirmasenser Prüfinstitut auf ihre Tauglichkeit für eine Alpenüberquerung getestet wurden, fertigte die Ötzi-Archäologin Anne Reichert für das Hauensteiner Museum an

Infos:

Das Hauensteiner Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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