Handwerk, Schuhe, Maschinen – Fotografien von Michael Utz

Eine neue anspruchsvolle Ausstellung im Schuhmuseum: Fotokunst von Michael Utz (Heidelberg)

Vernissage am Sonntag, den 10. Mai 2015 um 11 Uhr

 

„Handwerk, Schuhe, Maschinen – Fotografien von Michael Utz“ heißt die anspruchsvolle Sonderausstellung, die am kommenden Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr im Rahmen einer besonderen Vernissage eröffnet wird. Monatelang arbeitete der Heidelberger Foto-Künstler im Hauensteiner Museum, um seine Objekte ausfindig zu machen und sie in eine andere Wahrnehmungsstufe zu eigentlichen Kunstwerken zu erheben. Insgesamt 34 Kunstobjekte sind dabei entstanden von der „computergesteuerten Schneidemaschine in der Gläsernen Schuhfabrik“ bis zum „Garnrollenhalter für Kettenstichmaschinen“. Alle Aufnahmen des in Heidelberg lebenden Künstlers, der auch familiäre Bindung zu Hauenstein hat, sind auf „FineArt“-Papieren von Canson und Hahnenmühle gedruckt, die Passepartouts und die Rahmen sind von Max Aab.

Michael Utz, Jahrgang 1949, widmet sich seit Jahren der Kunstfotografie, seine Vita zeigt auf, dass hier ein akribisch und hochmotivierter Fotokünstler hinter den „Nikkor“-Objektiven steht, der auch jahrzehntelang einen guten Namen als Regisseur, Redakteur und Produzent beim SWR mit bringt.

„Warum“ so fragt ihn DIE RHEINPFALZ diese Woche, „warum Schuhe und Maschinen fotografieren, die in unmittelbarer Umgebung der Ausstellung gewissermaßen lebensecht zu sehen sind?“-

Michael Utz über die Philosophie seines fotografischen Schaffens und seiner Hauensteiner Objekte: „Es sind innere Bilder, die das Abbild ergänzen und sich in der Fotografie vereinen“. Seine Bilder versteht er als Interpretation dessen, was ganz konkret zu sehen ist. „Da erscheint dann vielleicht auch das fertige Produkt hinter der Maschine, die schlichte beigefarbene Damen-Sandale bekommt schrille Partyfarben, vielleicht wurde sie ja auf einer Party getragen. Rockn’Roll. Tutti Frutti“.

Wer sich Zeit nehme, so philosophiert der Künstler aus Heidelberg, werde in den Maschinen eine eigentümliche Schönheit wahrnehmen. „Da gibt es in fast allen Maschinen so etwas wie industrielle Eleganz, eine bizarre Harmonie von Form und Funktion“

Während seiner Arbeit über Monate kamen ihm aber auch die Menschen in den Sinn, „die all das, was sich da vor meiner Kamera gezeigt hat, erfunden und konstruiert haben. Diesen Menschen will Michael Utz auch seine Hauensteiner Ausstellung widmen, jenen Männern und Frauen, die an diesen Maschinen standen und Schuhe machten, „schwere, laute ungesunde Arbeit: Modellieren, zuschneiden, steppen, zwicken, kleben, besohlen. Jahrzehntelang“.

Diese Sichtweise erinnert den Fotokünstler Michael Utz auch an den Medienmann Michael Utz, den Regisseur, den Textemacher, den Moderator, der vor Jahren eine außerordentliche 45- Minuten-Hörfunk-Sendung aus dem Hauensteiner Museum machte, eine tiefsinnige Hommage an alle Menschen im ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die zu Fuß in täglichen mehrstündigen Märschen nach Hauenstein und Pirmasens zu ihrer Arbeit „gingen“, sommers wie winters, bei Schnee und Eis… Michael Utz versteht in diesem historisch-soziologischen Sinn auch einen Gutteil seiner Arbeiten, die er in Hauenstein zeigen wird.

Die Vernissage am Sonntag, zu der alle Interessierten aus der Region eingeladen sind, verspricht aber auch in anderer Hinsicht zu einem besonderen musikalischen Erlebnis zu werden: Die weit über die Metropolregion Rhein-Neckar bekannte Sängerin Jutta Glaser, die in Leimen bei Heidelberg lebt, aber in ihrem Wesen eine urechte „Häschdnerin“ geblieben ist, hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: eine Premiere mit der Authentizität der Objekte und ihrer akustischen Wahrnehmung in der Symbiose mit jazziger vokaler Musik.

Die Journalistin, Kunstwissenschaftlerin, Redakteurin und Autorin Petra Postert, ebenfalls in der Kurpfalz zu Hause, wird die Laudatio zu dieser wohl ganz besonderen Ausstellung sprechen, die bis zum 30.August 2015 in Hauenstein zu sehen sein wird.

INFO: Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die am kommenden Wochenende zum Sonderpreis von drei Euro im Museum zu haben ist.

Öffnunsgszeiten des Museums: täglich, auch sonn- und feiertags von 9,30 bis 17 Uhr.


Foto: Eines der Kunstobjekte der Ausstellung „Handwerk. Schuhe Maschinen“ von Michael Utz im Hauensteiner Schuhmuseum: „Leisten: Resi auf dem Weg nach Paris“

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