Mäzene des Schuhmuseums: Klaus Waffenschmied

Er sprüht von  Wissen rund um den Schuh, und mit 81 Jahren ist Klaus Waffenschmied immer noch  bei seinem Leisten geblieben, obwohl er schon einige Jahre sein aktives und erfolgreiches Berufsleben in der Schuhbranche beendet hat. „Ich habe schon viele Gruppen in dieses Museum geführt, und immer wieder fasziniert mich und meine Gäste dieses Museum aufs neue“, schwärmt der beliebte Ludwigswinkeler Bürger, als er dieser Tage mit Gästen aus England  nach Hauenstein kam, die jetzt schon 20 Jahre ihre Ferien im idyllischen Wasgauort verbringen.

 

Bei diesem letzten Besuch verriet der gebürtige Neustadter, dass er in früheren Jahren auch ein leidenschaftlicher Sammler von feinen Porzellan-Schühchen war. „Rund 120 Stück Exemplare enthält dieses wertvolle Sammlung, die bald im Hauensteiner Museum  für immer zu sehen sein wird“, meinte der agile Ludwigswinkler, der  seit Jahrzehnten sich auch sehr engagiert für seinen Heimatort und seinen Fremdenverkehr im Grenzbereich des Dahner Tales einsetzt und ein gutes Stück an dem Aufschwung der Gemeinde an der Grenze beigetragen hat. „Einen Teil meiner leidenschaftlichen Liebe zu den Schuhen und der Schuhkultur verbindet mich  aber auch mit diesem Museum, das unsere Geschichte lebendig widerspiegelt“, meint Klaus Waffenschmied, der als junger Mann von Neustadt nach Ludwigswinkel gekommen war und die dritte Tochter des bekannten Schuhfabrikanten  Karl Reinhardt heiratete.

Er habe aber schon lange vor seiner Heirat schon als  begeisterter  Pfadfinder aus der Vorderpfalz das schöne Grenzland  kennengelernt, das jetzt seine zweite Heimat geworden ist.  Mit einem klassischen Musterkoffer, wie ihn die Schuhvertreter generationenlang mit sich führten, ist kürzlich Klaus Waffenschmied ins Museum gekommen,  voll gefüllt mit einer Kollektion von Schuhen  Anfang der sechziger Jahre: Ein neuer Blickfang im Museum im original nachgebauten Schuhgeschäft der fünfziger/sechziger Jahre, fein verpackt im klassischen Musterkoffer, mit dem Hunderte Schuhvertreter aus Pirmasens und Umgebung in aller Welt unterwegs waren.

Obwohl  Klaus Waffenschmied alle Schuhmarken kennt, die jetzt dem Hauensteiner Museum übergebene Kollektion die mittlerweile ein halbes Jahrhundert alt ist, hat weder er noch andere Kenner der Szene  bisher identífizieren können. In gewundener Schrift entsprechend der damaligen Boomzeit tragen die Musterschuhe alle den  Namen „Manuela“. War das eine Marke oder ein Kollektionsname?- Kennt jemand der alten Schuhkenner diesen Namen?- Sowohl der Exponatengeber als auch das Museum selbst wären für die  noch fehlende Aufklärung dieses  eindrucksvollen Musterkoffers aus dieser Zeit  dankbar.

Und dann kommt der Mäzen des Schuhmuseums wieder ins Schwärmen: Nachdem die Reinhardt’sche Schuhfabrik in Luwigswinkel ihren Betrieb eingestellt hatte, blieb der inzwischen zum Schuhspezialisten gewordene Klaus Waffenschmied weiter „beim Leisten“ und wurde ein Vierteljahrhundert lang  erfolgreicher Vertreter der damals sehr bekannten Leimener Schuhfabrik Kronauer und Klotz. „In dieser Zeit wurde ich auch zum passionierten Sammler und habe mittlerweile ein eigenes kleines Museum zusammengetragen, von dem viele Stücke für immer ins deutsche Schuhmuseum kommen sollen“, meinte  Klaus Waffenschmied, der auch heute noch  aktiv als Fremdenführer tätig ist.

 

Foto: Der Mäzen Klaus Waffenschmied (81) (Ludwigswinkel) im Hauensteiner Museum bei der Übergabe einer Musterkofferkollektion aus dem Anfang der 60er Jahre.

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