Pfalzgeschichten

17.4. Veranstaltung vom 16.4.

Eine herzerfrischende Uraufführung von „Pfalzgeschichten“ im Deutschen Schuhmuseum

 

Willy Schächter (ys)


Eine solche Veranstaltung hat das Deutsche Schuhmuseum Hauenstein bisher noch nicht erlebt: Rund 70 Gäste, allesamt “Schauspieler auf Zeit“, die für die „Pfalzgeschichten“ des SWR in historische Kostüme geschlüpft waren und in der Südwestpfalz und der Südpfalz zu Hause sind, sahen am Donnerstagabend in der „Uraufführung“ des Senders die Filme, die abendfüllend ab morgen Sonntagabend (19.April) ab 20.15 Uhr bei bester Sendezeit über den Sender gehen. Tilmann Büttner (63) Autor und Regisseur zeigte sich hocherfreut über die gelungene „Preview“- Veranstaltung, die zum ersten mal in dieser Erstaufführungsform vom SWR an zentraler Stelle durchgeführt wurden. Hannelore Glöckner aus Pirmasens, eine der Mitwirkenden des gelungenen Filmes „Schuster, Hausierer und Eisenbarone“ (Ausstrahlung am Sonntag, 26.4. 15 um 20,15) zeigte sich mit ihren Pirmasenser Kolleginnen hellauf begeistert von der aufwändigen und faszinierenden Produktion des Vierteilers von jeweils 45 Minuten: „ Wir sehen uns versetzt in die Anfänge der Pirmasenser Schuhgeschichte, und die filmische Atmosphäre und Faszination der Requisiten der Hobby-Stepperinen um 1850 zeigen auf, mit welchem Pioniergeist unsere Vorfahren den Ruhm der Pimasenser und Hauensteiner Schuhindustrie aufgebaut haben“.

Ein anderer Darsteller, Artur Helfer aus Vorderweidenthal, der heute noch einer der letzten praktizierenden Bauern der Region ist, versetzt uns in die Zeit, als man bei uns praktisch nur mit und von der Kartoffel lebte. Tilman Büttner, der zusammen mit Gabi Saler (Eußerthal) zwei Jahre recherchierte und die Laiendarsteller aus der Region um Pirmasens und aus dem Kreis Südliche Weinstraße zusammenstellte, zeigte sich aber auch von der spontanen Bereitschaft der Hauptdarsteller der Filme begeistert: Vor allem auch in Hauenstein und bei der Deutschen Schuhfachschule stieß unser Vierteiler auf hohe Resonanz und Bereitschaft und Unterstützung, die Arbeit am Projekt „Pfalzgeschichten“ hat uns alle Freude gemacht“. Kaum zu glauben, dass die Räume des Deutschen Schuhmuseums Hauenstein wie geschaffen waren für die historischen Beiträge in zeitgenössischen Kostümen und in Nachbarschaft mit uralten Transmissionen , manche Szenen wurden auch nachgestellt in der Riesenhalle des Bauhofs Hauenstein, das kurzfristig auch mal als Studio für eine uralte Stepperei in der supermodernen 3-D-Animation umgebaut wurde.

Historisches Vorbild für die Pirmasenser Geschichte als Ursprung der deutschen Schuhindustrie war die Gründer der ersten deutschen Schuhfabrik Peter Kaiser (gegründet 1838), wo auch faszinierende Aufnahmen der modernen Schuhfertigung den Kontrapunkt der historisch nachgestellten Drehorte im Hauensteiner Museum bildeten. Hauptdarsteller des „alten Kaiser“ war übrigens ein Student der Schuhfachschule Pirmasens, der zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen des letzten Absolventenjahrgängen zahlreiche historische Situationen „professionell“ nachspielten, wie Regisseur Tilman Büttner gestern der RHEINPFALZ bestätigte. Das faszinierende Zeitbild der Schuhrgion Pirmasens wird präsentiert am nächsten Sonntag, 26.4, 20,15 Uhr, ein ganz besonderer Film , der unsere engere Heimat in ihrer geschichtlichen Entwicklung vom bitterarmen Landstrich zum weltoffenen Fortschritt des 19. Und 20. Jahrhunderts zeigt.

Morgen Sonntag, 21 Uhr, sehen wir beeindruckende Szenen und historische Situationen von den Bürsten- und Besenbindern aus dem Ramberger tal, der Kartoffelgastronomie im „Alten Nussbaum“ in Schwanheim und ganz einzigartige Bilder und Szenen der Waldarbeit unserer Vorfahren, dargestellt von „Schauspielern“ aus den Dörfern des heimatlichen Wasgaus. Sozialgeschichtlich hoch interessant sind auch die transparenten Geschichten der Ein- und Auwanderer der Mennoniten und der Hugenotten, die nach dem Dreißigjährigen Krieg bei uns einwanderten, uns den Kartoffel- und Tabakanbau brachten und später auch wieder Pioniere waren bei der Auswanderung nach Russland/Ukraine und vor allem später nach Amerika. (ys)


Info: Ausstrahlung der „Pfalzgeschichten“ beim SWR-Fernsehen: Sonntag, 20,15 Uhr: „der Weinadel von Deidesheim, 21 Uhr: „Neusiedler und Auswanderer“;

Sonntag, 26.4: 20,15 , 20,15 Uhr „Schuster, Hausierer und Eisenbarone und 21 Uhr „Der Rebell und das Weinwunder“


Foto:
Tilman Büttner, engagierter Autor, Rechercheur und Regisseur der „Pfalzgeschichten“


Eine faszinierende Erstaufführung der „Pfalzgeschichten“ am Donnerstagabend im Hauensteiner Schuhmuseum

FotO:ys




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