Saisoneröffnung: Familientag im Deutschen Schuhmuseum

Am kommenden Sonntag: Auch Hans Trapp steigt vom Berwartstein

Saisoneröffnung: Familientag im Deutschen Schuhmuseum

„ Andersrum wird ein Schuh draus“

 

Der erste Familientag zur Saisoneröffnung 2015 steht unter einem Motto, das viele auch als Redewendung kennen: „Andersrum wird ein Schuh draus“. Was ist das?- Die Antwort führt uns in die Geschichte der Schuhkultur, aber nicht nur theoretisch, sondern ins lebendige Museum, wo am Sonntag, dem 7.Juni 2014 von den wohl bekanntesten mittelalterlichen Schuhmachern in historischen Gewändern dem Schuhrätsel auf die Schliche geholfen wird.

Die mittelalterliche Schuh- und Trippenmacher-Werkstatt ist nämlich an diesem Tag für alle Besucher – besonders empfehlenswert für Familien - durch die Projektgruppe „Historisches Kunsthandwerk“ hautnah erlebbar. Und weil der Erlebnistag um Tradition und Mittelalter kreist, ist erstmals auch Ritter Hans Trapp in seiner beeindruckenden Rüstung im Einsatz: Die Erlebniswelt der Burg Berwartstein, mit der das Hauensteiner Museum seit einigen Wochen kooperiert – DIE RHEINPFALZ berichtete – wird mit zahlreichen Accessoirs der nostalgischen Ritter- und Burgenwelt nicht nur auf das Leben auf einer Burg hinweisen, sondern auch begleitend zu den mittelalterlichen Schuhmachern viel Wissenswertes aus längst vergangener Zeit berichten.

Was das Tagesmotto und die Schuhe angeht, zeigen Frank Becker (Saarbrücken) und Wolfgang Strate (Kaiserslautern) in historischer Kleidung, wie im ausgehenden Spätmittelalter Schuhe und Unterschuhe in mühevoller Handarbeit angefertigt wurden. Dabei kann man den Protagonisten nicht nur über die Schulter schauen, sondern bekommt auch einen faszinierenden Einblick in einen handwerklichen Alltag des 15. Jahrhunderts. „Neben der Präsentation vergangener Handwerkstechniken beantworten wir gerne auch die Fragen interessierter Besucherinnen und Besucher. „Wir selbst sehen diese Art der Wissensvermittlung als lebendiges Museum.“, sagte Frank Becker aus Saarbrücken, der einer der kompetentesten Kenner der mittelalterilchen Schuhe ist und europaweit einen ausgezeichneten Ruf genießt.

Unterstützt werden die beiden Handwerker von Tina Kratschmar und Andrea Becker (Saarbrücken), die neben mittelalterlichen Handarbeiten auch das Thema Stoff- und Lederfärbung mit Pflanzenfarben erforschen. Darüber hinaus wird erstmals im Hauensteiner Museum Daniela Holly (Mainz) zu Gast sein: Die ZDF-Mitarbeiterin hat sich in ihrer Freizeit einer uralten Technik der Beutelherstellung verschrieben. Sie fertigt als „Beutlerin“ faszinierende Beuteltaschen nach historischen Vorbildern. Ihre Beutel stellt sie überwiegend aus sämisch gegerbtem Hirsch- und Ziegenleder her, welches sie anhand historischer Rezepturen pflanzlich färbt. Jedes Band, jeder Knopf und jede Perle ist in Handarbeit nach historischem Vorbild entstanden. Alle Beutel werden von ihr in reiner Handarbeit mit belegtem Werkzeug wie Ahle und Borsten angefertigt. Ein Großteil Ihrer Erzeugnisse sind sehr aufwändig herzustellen und dauern häufig viele Stunden. Mit viel Leidenschaft sowie Liebe zum Detail versucht sie, jedes Stück so authentisch wie möglich zu einem Unikat werden zu lassen.

Die museumseigene Arbeitsgemeinschaft „Basteln mit Lederteilen“ ist natürlich auch voll in Aktion: Das Kernstück des Museumsbasteln versucht mit Erfolg in der Interaktion von ganz jung bis ganz alt, unter Anleitung innerhalb weniger Minuten Kinder, Eltern und Omas in die Lage zu versetzen, Armbändchen und Anhänger und vieles mehr zu kreieren und zu basteln. Die fertigen „Produkte“ werden dabei beliebte Mitbringsel sein an einen erlebnisreichen Tag im lebendigen Museum.

Info: Am Familientag sind die Familien-Eintrittskarten auf acht Euro pro Familie reduziert (mindestens zwei Erwachsene und ein Kind).

Zur Sache: „Umgekehrt wird ein Schuh draus“, eine Redewendung, die wir alle kennen. Aber wissen wir eigentlich, woher diese alte Redewenung kommt und was sie heute noch bedeutet?- Das ist hochinteressant, und die mittelalterlichen Schuhmacher werden es am Sonntag auch anschaulich vormachen, wie es zu dieser Redewendung gekommen ist. Das Museumsteam möchte aber schon früher neugierig machen und bittet, junge und alte Rätselfreunde, sich schon vorher schlau zu machen. Wir freuen uns auf jede Zuschrift, die die alte Redewendung erklärt. So viel sei schon verraten: Die Redewendung hat auch etwas zu tun mit „Wendeschuhen“ der alten Schuh-Machart, die ebenfalls im Museum zu sehen sind. Unter den Einsendern (bis Samstag,6.6.15, 17 Uhr) verlost das Museum auch schöne Preise aus dem Museum. Anschrift: Deutsches Schuhmuseum Hauenstein, Turnstraße 5, 76848 Hauensten oder besser e-mail: info@museum-hauenstein.de. Hinweise auf die Lösung findet man übrigens auch im Internet www.museum-hauenstein.de und im Facebook.


Am kommenden Sonntag (7.6.15) von 10 bis 17 Uhr entführt das Deutsche Schuhmuseum seine jungen und alten Besucher in einem bunten Rahmenprogramm in die Welt des Mittelalters und der Schuhherstellung. Hier ein Blick in die museumseigene mittelalterliche Werkstatt.

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