Schuhfachschule

Ausstellung der Schuhfachschule in Hauenstein

 

„Zurück in die Zukunft“

Eine beeindruckende und erfrischende kleine, aber in sich abgeschlossene und außerordentlich reflektierte Ausstellung zeigt die Schuhfachschule Pirmasens derzeit im Deutschen Schuhmuseum Hauenstein. „Zurück in die Zukunft“ heißt der Titel  der Pirmasenser Studierenden, die über das sonst übliche weit hinausgeht. Die jungen Schuhkünstler  widmeten sich nämlich nicht nur dem Objekt Schuhdesigne – und das ist ihnen mit ihren Modellen meisterlich gelungen-, sondern zusammen mit Fachlehrer Martin Thorenz und Abteilungsleiter Stephan Seidenschnur ist es dem Team  wohltuend geglückt, ihre  Arbeiten an 15 historischen Zeit-Epochen zu orientieren, ein Projekt, das es in dieser Form bei ähnlichen Ausstellungen noch nicht gegeben hat. Der Dreiklang der Stimmigkeit wird ergänzt durch das Medium der künstlerischen Fotografie, die von der Pirmasenser Fotografin Yasmin Mineo meisterlich umgesetzt wurde: Eine Ausstellung, die es verdient hat , an weiteren Orten gezeigt zu werden. Für die Museumsleitung in Hauenstein ist die Ausstellung Anlass genug, die  Inhalte und sehr eindrucksvollen Texte  in einer eigenen Broschüre in der „Schriftenreihe aus dem Museum“ herauszugeben.  

Als Inspiration für einen der vielen Blickfänge bei der Ausstellung „Zurück in die Zukunft“ im Deutschen Schuhmuseum dienten u.a. auch die typischen Elemente der gotischen Baukunst. Bezeichnenderweise nannte Maurice Regnaut den von ihm erarbeiteten Stiefel mit den Buntglasfenstern jener Epoche „Cathédral“. Unzählige Arbeitsstunden hat er in die High Heels, in denen geübte sogar laufen können, investiert, erzählte er. Für seinen kleinen Sohn entwerfe er jedoch lieber gemütliche Schuhe.

Die Ausstellung der Studierenden der Deutschen Schuhfachschule, also die Zukunft des Schuhdesign, und die bewährte alte Schuhmacherkunst unter einen Dach nannte Museumsleiter Schächter einzigartig. Deshalb sei der  Tag der Eröffnung nicht nur wegen des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft  „historisch“. Es stimme optimistisch zu sehen, wie die Schüler, bevor  sie sich in der Welt der Schuhe beweisen müssen, die Erfahrungen alter Baumeister und Schuhmacher in ihre Arbeit einfließen lassen und daraus einen modischen zukunftsorientierten tragbaren Schuh kreieren. „Wir sitzen mit dem Wirtschaftsfaktor Schuhindustrie alle in einem Boot“, so der Museumsleiter , und da zähle  die klassische Schuhregion Pirmasens gerade heute als eine große Einheit zusammen auch mit diesem großen Museum.

Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass eine Abschlussklasse der Berufsfachschule in einer Ausstellung ihre Arbeiten zeigen kann, so Stephan Seidenschnur. Deshalb schätze auch er die Bedeutung dieser Ausstellung hoch ein, bedankte sich der Leiter der Deutschen Schuhfachschule, beim Museum für die gute Zusammenarbeit. Diese Meinung teilte er mit der Beigeordneten der Stadt Pirmasens Helga Knerr. Die Ausstellung in dieser Form sei jedoch nur möglich gewesen, da die Pirmasenser Fotografin Yasmin Mineo in einem Zeitraum von einem Jahr die Arbeiten von der Zeichnung bis zum fertigen Schuh mit der Kamera begleitete, informierte Fachlehrer Martin Thorenz die erfreulich zahlreichen Vernissagebesucher. Dabei habe sie nicht nur ihre Zeit investiert, sondern auch ihre Unkosten selber getragen.  Yasmin Mineo wollte die Zeit und die Erfahrungen, die sie mit den Schülern gemacht hat, nicht missen. Auch sie fand lobende Worte für die Ausstellung, die von den Schülern informativ und übersichtlich arrangiert wurde. Museumsarchitektonisch wurde die Ausstellung von Christoph Seibel (Hauenstein) arrangiert.

Bei der Entwicklung der Modelle, hatten die Schüler immer vor Augen, dass Schuhe schon seit Menschengedenken ein Gebrauchsgegenstand waren, der mal mehr oder weniger der Mode unterworfen war, informierte Martin Thorenz. Jeder Schüler hatte sich einen geschichtlichen Zeitraum auswählen dürfen, den er in seinen Entwurf integrierte.

Info: Die Ausstellung im Deutschen Schuhmuseum  ist bis 21. September  täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet

 
Der von Maurice Regnaut entworfene Schuh „Cathedral“ erinnert an ein gotisches Kirchenfenster

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