Friedrich Novottny

 
Das ist ja wieder so eine märchenhafte Schuhgeschichte, wie sie nur das Leben in dieser
klassischen Schuhregion schreiben kann. Und dass Friedrich Novottny, die 80 jährige Fernsehlegende
(„Bericht aus Bonn“) darin eine nicht unbedeutende Rolle spielt, ist das Sahnehäubchen auf dieser
bewundernswerten Erfolgstory.
Als der damals 18 jährige Bundenthaler Alfred Fröhlich im Jahre 1964 seinen Traum von der eigenen
Schuhexistenz umzusetzen begann, hatte er gerade eine kaufmännische Lehre bei der Schuhfabrik
Reinhard mit Erfolg beendet und sich das geschäftliche Rüstzeug für seinen Schuhtraum geholt.
„Als junger Mann von 18 Jahren habe ich mir in den Hauensteiner Schuhfabriken Schuhe gekauft,
sie bis unters Dach des alten PKW Schuhe geladen und bin kreuz und quer in alle Ortschaften
gefahren und habe alle Straßen und Häuser abgekleppert. Ich habe die Leute gefragt, ob sie keine
preiswerten Schuhe kaufen wollten“. Das war der eigentliche Beginn des Schuh-Lebens von Alfred
Fröhlich. In diesen Tagen feiert das mittlerweile seit fünf Jahren in der Hauensteiner
Schuhmeile in großzügigen Verkaufsräumen sesshaft gewordene Schuhgeschäft offiziell sein 40
jähriges Jubiläum .



Was Alfred Fröhlich beim Besuch in dem großen Geschäft in der Hauensteiner Schuhmeile noch so
alles aus seinem Schuhleben erzählt, ist aus jenem Stoff gemacht, welcher jedem das Herz höher
schlagen lässt, der auch heute noch an die Zukunft mit unserem historischen Produkt Schuhe
glaubt. „Ich habe meine eigene Idee, preiswerte Schuhe direkt zu verkaufen, mit großem Einsatz
und Fachverstand ausgebaut und nach wenigen Jahren war ich in halb Deutschland bekannt und die
Leute wussten, dass ich nicht nur verkaufen wollte, sondern auch ein guter Berater war“, erinnert
sich der heute 62 jährige Alfred Fröhlich , der seit den 70er Jahren in Hauenstein ein schmuckes
Eigenheim bewohnt, wo er nach seinen Schuhreisen quer durch Deutschland immer ein ruhiges
Refugium gefunden hat.
Auf seinen Reisen war der junge Direkt-Schuhhändler auch bald in die damalige Bundeshauptstadt
Bonn gekommen und hatte sich ausgerechnet im Regierungsviertel verfahren. Und jetzt lassen wir
Alfred Fröhlich selbst erzählen: „Ich habe einen kleineren Mann gefragt, ob er mir nicht den
richtigen Weg beschreiben könne. Das tat er auch freundlich und gerne, und als der kleine Herr die
Werbeaufschrift auf meinem Verkaufswagen las, wusste er auch, dass ich preiswerte Herrenschuhe
aus den ersten Pirmasenser und Hauensteiner Schuhfabriken zu sehr günstigen Preisen verkaufte.
Ob ich denn auch ein Paar Herren-Stiefeletten in Größe 39 mit hohem Absatz dabei hätte, wollte
der elegant wirkende Mann wissen. Und siehe da, ich hatte genau das Richtige in meinem LKW-Regal
, die Schuhe passten wunderbar, und der Herr ist sichtlich mit den neuen Schuhen mit dem eleganten
Absatz gewachsen. Selbstverständlich habe ich ihm an diesem Tag noch ein zweites Paar in „bordo“
verkauft, und ab sofort begann meine jahrzehntelange Bonner Erfolgsgeschichte“.
Der Zufallskunde aus Bonn war nämlich kein Geringerer als der spätere Rundfunk- und
Fernsehintendant Friedrich Novottny, der längst in die Geschichte des deutschen Journalismus u.a.
mit mehr als 1 000 Sendungen „Bericht aus Bonn“ eingegangen ist. Der quirlige Medienmensch
Novottny war dann auch so etwas wie der „Taufpate“ für die sehr erfolgreichen langen
Geschäftsjahre des fliegenden Schuhhändlers aus der Pfalz. Noch am selben Tage kamen die meisten
Angestellten des damaligen Chefs des Westdeutschen Rundfunks an seinen Standplatz vorm Bonner
Studio und kauften Schuhe aus Hauenstein und Pirmasens. „Da das Bundeskanzleramt und der
Bundestag auf der direkt gegenüberliegenden Straßenseite lag, haben auch die Bundesbediensteten
Kenntnis von meiner Anwesenheit genommen, und von diesem Tag an habe ich die halbe
Bundesregierung mit preiswerten Schuhen versorgt“, erinnert sich heute noch schmunzelnd der
clevere Schuhverkäufer, der mit 18 Jahren ausgezogen war, mit Schuhen sein Glück zu machen.
So nebenbei erzählt auch Alfred Fröhlich, dass vor Jahren auch einmal eine große
Regierungslimousine an seiner Wohnung in Hauenstein vorfuhr, weil die Bundesministerin noch
schnell die passenden Schuhe brauchte.
Vier Jahrzehnte hat der erfolgreiche Schuhspezialist Alfred Fröhlich Schuhe verkauft, „ich bin
von Freiburg bis Hamburg bei Verwaltungen, Behörden und Industriebetrieben immer willkommen
gewesen, im Frühjahr 2009 habe ich meine letzte Verkaufstour gefahren und da kam es auch zu
rührenden Abschiedsszenen von jahrzehntelangen Kunden, die jetzt auch nach Hauenstein in die
Schuhmeile kommen, weil sie mir immer noch die Treue halten wollen“. Hier feiert er jetzt
offiziell sein mehr als vier Jahrzehnte währendes erfolgreiches Jubiläum, nach einem langen
Nomaden-Berufsleben mit enormen Fachwissen und Verkaufsgespür. „Hier in der Hauensteiner
Schuhmeile führe ich superbequeme Komfortschuhe mit herausnehmbaren Schuhbett, feine sportliche
Damen- und Herrenschuhe führender deutscher und italienischer Fabriken zu besonders günstigen
Schuh-Fröhlich-Spar-Preisen“, rückt fröhlich seine Schuh - Kompetenz ins rechte Licht, nicht ohne
jedoch die tatkräftige Unterstützung seiner Frau Rosi „mit ihrem goldigen Händchen im Einkauf und
im Umgang mit der Kundschaft“ lobend zu erwähnen. Ein goldenes Händchen hatte aber auch Alfred
Fröhlich selbst, als er damals mit Hilfe des Fernseh-Urgesteins Novottny jahrelang mitten im
Bonner Regierungsviertel seine guten Pfälzer Schuhe verkaufen konnte.

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