Mine Sko Ausstellung

 
Die Sonderausstellung „Mine Sko“ (Meine Schuhe) von Frau Dr.Hildegund Brandenburg ist bis 1. Oktober 2010 verlängert . Die außergewöhnliche Ausstellung von Schuhen aus Naturmaterialien ist bei Besuchern und Medien auf ein großes Interesse gestoßen.. Frau Brandenburg hat zu ihrer Ausstellung, die in dieser Form zum ersten mal stattfindet, folgende Gedanken geschrieben:
Schuhe
Warum Schuhe? Angefangen hat alles in einem norwegischen Urlaub. Unsere Kinder stritten sich sehr, sie kamen vorerst mit der absoluten Zivilisationslosigkeit nicht klar. Um sie zu besänftigen, schlug ich vor eine Hütte aus Zweigen zu bauen. Bei der Suchenach Baumaterial fand ich auch Baumrinde, die im Wasser gelegen hatte und ganz weich war. Ich fertigte den Kindern daraus Sandalen. Seit dem, seit über 20 Jahren, stelle ich in fast jeden Ferien, entweder an der Côte d’Azur in Frankreich oder in einer Hütte in Mittel-Norwegen, ausschließlich aus Materialien, die ich dort finde, Schuhe her. Es ist schwierig, über etwas zu schreiben, was ganz intuitiv und ohne Absichten und Erklärungen jahrelang praktiziert wird. Aber ich glaube, es kommen verschiedene Dinge zusammen:
In meinem Beruf als Architektin sind die Arbeitsprozesse immer sehr lang, bis ich ein Ergebnis sehe, von den Gesprächen, über Grundlagenermittlung, Vorentwurf, Entwurf, Baueingabe, Werkplanung bis zur Bauleitung und den vielen Kontakten mit den ausführenden Firmen bis zum fertigen Gebäude. In diesem Arbeitsprozess sind stets sehr viele Menschen beteiligt, die Bauherrschaft, die genehmigenden Behörden, die Sonderingenieure und die Firmen und Handwerker, etc. – und alle haben etwas zu sagen, das Resultat ist immer ein langwieriger Kompromiss.

Bei meinen Schuhen habe ich einen ganz selbst bestimmten Arbeitsprozess mit einem kurzfristigen Ergebnis. Deshalb baue ich auch immer nur einen Schuh, der zweite wäre ja nur eine Wiederholung des Prozesses und des Ergebnisses.
In meinem Beruf setze ich planerisch viele Materialien ein, verarbeite sie aber nicht selbst, sondern muss mir die Eigenschaften von Fachleuten für den von mir geplanten Einsatz erklären lassen. Bei der Verwendung der verschiedensten Naturmaterialien lerne ich das Material während der Verarbeitung sehr gut kennen, seine spezifischen Eigenschaften, seine Haltbarkeit, seine wechselnden Zustände (von nass bis trocken), seine statischen und dynamischen Grenzen, seine Kombinierbarkeit mit anderen Materialien, etc.
Das Bauen ist ja eine Kunst des Fügens, d.h. wie funktionieren die Verbindungen? Die Fläche von Mauerwerk, Beton, Stahl, Holz ist nicht das Problem, sondern die Fugen, die statisch, bauphysikalisch, optisch und nachhaltig gefügt werden müssen. Das ist bei der Arbeit mit den verschiedensten Materialien, die ich finde und verarbeite, genau so. Nicht die gewebte, geflochtene oder geknüpfte Fläche, sondern die Verbindung der Flächen, der Materialien untereinander oder mit einem evtl. dritten Fügematerial ist die Aufgabe. Und natürlich ist die ungestörte, konzentrierte Arbeit der Schuhherstellung sehr entspannend und erholsam!
Ich stelle mir vor, ich sei eine Frau aus grauer Vorzeit, die jeden Morgen für jedes Familien-mitglied und für einen Tag die Schuhe herstellen muss. Sie hat nur ein Schweizer Messer mit den Handwerkszeugen wie Messer, Schere, Spitzbohrer, Säge, Feile, etc. Weitere Hilfsmittel sind Nadel und Faden, wobei der Faden oder das Garn eigentlich immer aus Agavenfäden, die aus den getrockneten Blättern der Agave zu gewinnen sind, bestehen könnte. Leider finde ich nicht genug dieser Fäden. So muss ich Nähgarn, Bindfaden, Schnur etc. nehmen. Selten benutze ich Leim, Nägel, Nadeln.
Mein idealer Schuh ist einer, der aus nur einem Material besteht, die Verbindungen sind auch aus diesem Material selbst und die Herstellungszeit ist sehr kurz. Diesen Idealschuh strebe ich nach wie vor an, einige erfüllen die eine oder die andere Bedingung schon jetzt ganz gut.
Hildegund Brandenburg

Kids on Tour Kinderrallye


Dana I. zur "Deutschen Schuhkönigin" gekrönt


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