Mit Herzblut zurück

 

Mit Herzblut zurück“: Erst belächelt, dann recht behalten

Was machen denn die gerade jetzt mit dem 1.FC Kaiserslautern, die sind doch fast abgestiegen?. Eine FCK-Ausstellung interessiert doch keinen einzigen Besucher mehr“. Unverständnis und Häme hörte man allerorten, als vor rund einem Jahr die Hauensteiner Museumsmacher gerade in den Tagen, als dem Pfälzer Kult-Klub fast der Atem für die Zweite Liga ausgegangen war und der Sturz in die Drittklassigkeit fast unabänderlich schien, eine FCK-Ausstellung konzipierten. „Alles ist möglich – Herzblut für den 1.FC Kaiserslautern“ hieß es im Hauensteiner Schuhmuseum und man bereitete in diesen schwarzen Tagen eine „Pfälzer Mutmacher –Ausstellung“ vor, die anfänglich mehr als belächelt wurde.

Man zitterte vor Jahresfrist um den Klassenerhalt für die zweite Liga, und wie glücklich es dann im letzten Spiel gegen Köln ausgegangen war, erfüllt heute noch mit großer Erleichterung alle Pfälzer Fans. Alles war wieder möglich, und seit Sonntag mit dem Spielabpfiff beim FSV Frankfurt stürzten alle Dämme der Freude ein: Der FC Kaiserslautern ist wieder erstklassig.
Jetzt hat die Hauensteiner Ausstellung mit zahlreichen Objekten und Dokumenten aus der Geschichte des FCK eine besondere Aktualität und Renaissance erfahren, die allen Pfälzern das Herz höher schlagen lässt. „Mit Herzblut zurück“ ist Wahrheit geworden, die Pfalz hat ihre Identität wieder beim „Betze“ gefunden. Jubel auch in Hauenstein, die Ausstellung, die jetzt hätte aufgelöst werden, wird verlängert bis in den Herbst 2010. Der ursprüngliche Ausstellungstitel „Alles ist möglich“ erhält den Zusatz „Mit Herzblut zurück 2010“. In Hauenstein freut man sich, dass man die großartige historische und sportliche Welt des 1.FCK museal nicht im Triumph der Meisterschaft, sondern im Tal der Tränen, das jetzt wieder zu einem Gipfel der Freude wurde, heraufbeschworen hatte.
Die jetzt verlängerte Ausstellung im Schuhmuseum ist in ihrer Zielsetzung Wirklichkeit geworden. Die Ausstellung in Hauenstein ist im Überschwang der gegenwärtigen Freude ein buntes Guckloch in „unseren“ 1.FCK. Viele historische Schuhe, Fotos Dokumente, Filme sind in der kleinen überschaubaren Ausstellung in Hauenstein zu sehen: Von Fritz Walter bis Stefan Kunz geht die bunte Ausstellung, die in ihren Grundfarben natürlich in „Betze-Rot“ das ganze Herz des Pfälzer Erfolgsclubs zeigt.
Beim Zustandekommen der Ausstellungskonzeption spielte ein Bericht der RHEINPFALZ Pate, der dem Archiv des Schuhmuseums zugekommen war. Im Jahre 1991 hatte der damalige Redakteur Peter Lenk seinen FCK - Leitartikel mit „Alles ist möglich“ überschrieben: Und in der Tat, man wurde Meister 1991 und sogar Mannschaft des Jahres. Höhen und Tiefen folgten , deutscher Pokalsieger 1996 und deutscher Meister 1998. Zu den legendären Triumphen kamen ganz bittere Stunden des Abstiegs , aber auch unbändige Freude über den Aufstieg wie in diesen Tagen. Die Hauensteiner Museumsmacher haben recht behalten, dass man nicht in den Tagen des Glücks, sondern vor allem in den schweren Stunden des Misserfolgs „motivierende Mutmacher“ braucht. Auch hierfür steht die Hauensteiner Ausstellung.
 

Es war die Originalausgabe der RHEINPFALZ vom 17. Juni 1991, die vor einigen Wochen dem Hauensteiner Schuhmuseum übergeben wurde: „Pfalz feiert deutschen Fußballmeister 1. FCK“, prangte quer über die erste Seite und „Stefan Kuntz , der Lauterer Kapitän reckt vor Zehntausenden auf dem Rathausplatz die Meisterschale in die Höhe“ stand euphorisch unter dem übergroßen Zeitungsfoto zu lesen. Der Innenteil dieser alten Zeitung vom Montag, dem 17. Juni ist eine einzige Hommage, ein pfalzweiter Freudenschrei an den neuen deutschen Meister 1971 aus der Pfalz.

Und gerade diese Erinnerung an ruhmreiche Tage, deren Erfolge in der deutschen Sport- und Fußballgeschichte längst zum Mythos 1.FCK geworden sind, veranlassten die Verantwortlichen des Deutschen Schuhmuseums Hauenstein, dem „Betze“ eine eigenen Ausstellung zu widmen, die dieser Tage fertiggestellt wurde.

Man gab sinnigerweise der überwiegend in FCK-Rot gehaltenen Ausstellung den Titel „Alles ist möglich“. Genau so hatte in der Meister-Ausgabe vom Juni 1991 der RHEINPFALZ –Redakteur Peter Lenk seinen Leitartikel betitelt, alles ist möglich, „nicht weil die Pfälzer besonders beliebt wären außerhalb ihrer schönen Region, oder weil Bundeskanzler Helmut Kohl ein Pfälzer ist, nein die Zuneigung galt und gilt wohl dem Klub deshalb, weil da ein „Unterdog“ einem „Großen“, dem FC Bayern München , gezeigt hat, dass mit Geld vieles, aber nicht alles zu erreichen ist.

Die kleine Hauensteiner Ausstellung, die den ganzen Sommer zu sehen ist, will diese pure Freude des Meisterjahres 1991, wo der FCK sogar noch Mannschaft des Jahres wurde, wieder aufgreifen. Auch in Zeiten , in denen der Fußballalltag in den letzten Jahren viele dunkle und graue Wolken zu überstehen hatte, gilt das Motto von damals, das auch später noch ( deutscher Pokalsieger 1996 und deutscher Meister 1998) zu großen legendären Triumphen führte. „Alles ist möglich“ griffen die Hauensteiner Museumsmacher die neue Ausstellung gleichsam als motivierenden Mutmacher auch für die Zukunft wieder auf.

Fast alles war für diese Ausstellung auch deshalb möglich, weil neben den historischen Fotos und RHEINPFALZ - BERICHTEN sich in den letzten Jahren eine Menge von authentischen und legendären Fußballschuhen vieler FCK-Helden der letzten Jahrzehnte angesammelt haben, wobei auch diese kleine Schuhgeschichte zählt: Fritz Walter hätte in den letzten Jahren seines Lebens dem Museum in Hauenstein allzu gern auch noch ein Paar seiner legendären Fußballschuhe geschenkt. Weil er aber keine mehr hatte, wollte er die Hauensteiner doch nicht enttäuschen und spendierte mit einem sehr herzlichen Brief ganz normale braune Straßenschuhe, die vielleicht gerade deshalb zu richtigen Hinguckern geworden sind. Rund 15 Paar authentische Schuhe von Ronnie Hellström bis Axel Roos zieren die kleine Ausstellung, umrahmt von großformatigen RHEINPFALZ-Berichten dieser historischen Ausgabe, deren Überschriften das Pfälzer Herz überlaufen lassen: „Autobahn und Köln fest in Pfälzer Hand“ und „denkwürdige Siegesfahrt des 1.FC.Kaiserslautern“ ist da in der Euphorie des großen Tages zu lesen und „Feldkamp: Mann mit goldener Nase“, und jeder Satz geht dem Pfälzer Fußballfreund wie guter Wein über die Lippen.

Und noch etwas hat die Ausstellung der RHEINPFALZ zu verdanken: Ein Anruf beim langjährigen Karikaturisten der RHEINPFALZ Uwe Hermann genügte, um auch das Stilmittel der Karikatur in diese gelungene Mutmacher-Ausstellung zu bringen. Rund 10 sehenswerte FCK-Karikaturen von Uwe Hermann sind in der kleinen Ausstellung zu sehen und zeigen auch mit dem besonderen Ausdruck der Karikatur, dass alles möglich ist, ohne aber auch den kritischen Unterton zu vergessen. Der stellvertretende Museumsleiter, Gerhard Winter, der die Ausstellung gestaltet hat, unterstreicht, „dass es uns gerade bei der FCK-Ausstellung gelungen ist, mit den vorhandenen Fußballschuhen und den Zeitzeugen der damaligen Medienberichte eine übersichtliche Darstellung zu konzipieren, aus der Herzblut und Heimatverbundenheit ausgeht“.

 

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