Highlights aus der Promischuh-Sammlung

Das Deutsche Schuhmuseum Hauenstein zeigt ab Montag Highlights aus seiner Promischuh-Sammlung und freut sich über Neuzugänge von Jan Frodeno, Guido Maria Kretschmer und Usain Bolt. Die Schuhe der Queen sind eine Nummer zu groß

 

Das Deutsche Schuhmuseum zeigt ab dem 22. Juni bis Ende Oktober in einer kompakten Schau die Highlights aus seiner Prominenten-Schuhsammlung. Und das Museum freut sich hierbei über drei Neuzugänge: Schuhe von Modedesigner Guido Maria Kretschmer, Laufschuhe vom Ironman Jan Frodeno und die Spikes von Sprint-Superstar Usain Bolt bereichern ganz neu die einzigartige Sammlung des Hauensteiner Museums und sind jetzt erstmals zu besichtigen. Lediglich die Schuhe der Queen aus England waren eine Nummer zu groß.

Schuhe sagen viel über Menschen aus. Bei prominenten Persönlichkeiten aus Show, Politik und Sport ist das besonders interessant, stehen diese doch immer im Rampenlicht und ihre Gesichter sind uns gut bekannt, ihre Schuhe aber sieht man fast nie. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Besucherinnen und Besucher des Deutschen Schuhmuseums gerade bei den Prominenten-Schuhen besonders lang verweilen - der ein oder andere mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Die Cowboystiefel von Schimanski, die Lackschuhe von Thomas Gottschalk und die zierlichen Sandaletten von Michelle Hunziker aus der letzten gemeinsamen Wetten-dass-Show des ZDF, Bergsteigerschuhe von Louis Trenker und Reinhold Messner, Tennisschuhe von Boris Becker, Steffi Graf und dem wahrscheinlich besten Tennisspieler aller Zeiten, Roger Federer – diese Schuhe und weitere 80 Paar sind jetzt im Deutschen Schuhmuseum in Hauenstein zu bewundern. Neu hinzu kamen die Schuhe von Modedesigner und Moderator Guido Maria Kretschmer, die Laufschuhe des Triathleten Jan Frodeno, Goldmedaillengewinner 2008 bei Olympia und dreifacher Gewinner des Ironman Hawaii (2015, 2016, 2019) sowie die Spikes von Sprint-Superstar Usain Bolt, achtfacher Olympiasieger, elffacher Weltmeister und Weltrekordhalter. Der metallene Glanz seiner grünen, gelaufenen Spikes (Schuhgröße 47) sind faszinierend und ein Highlight in der Sammlung. Einen Dämpfer mussten die Hauensteiner in den letzten Wochen allerdings hinnehmen: Eine freundliche Absage aus dem Schloss Windsor in England vom Büro der englischen Königin Elisabeth II liegt schriftlich vor. Die Queen lässt mitteilen, dass sie ihre Schuhe nicht schicken kann, weil sehr viele ähnliche Anfragen an „her Majesty“ gerichtet werden: „it would be impossible to fulfil them all.“

Nichtsdestotrotz: Die Besucher können sich durch die Schuhe von fast 90 Prominenten ein Bild über die Personen machen, auch darüber, mit welchen Eigenschaften diese der Öffentlichkeit in Erinnerung bleiben wollen. CDU-Politiker Heiner Geißler (1930-2017) beispielsweise schenkte dem Deutschen Schuhmuseum Hauenstein keine Alltags- sondern leichte Bergsteigerschuhe. Geißler erlernte schon als Kind das Klettern und war passionierter Bergsteiger und Gleitschirmflieger, zwei Sportarten, mit denen er sich den politischen Zwängen seiner Partei auch symbolisch entzogen hat. Im Gegensatz dazu steht der klobige Wanderschuh seines damaligen Parteigenossen Helmut Kohl.


Nachbildung der Ötzi-Schuhe


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