Mein Spielzeug aus der Kriegs- und Nachkriegszeit



Gemeinschaftsaktion des Deutschen Schuhmuseums:

 

Mein Spielzeug aus der Kriegs- und Nachkriegszeit“

Wer erinnert sich nicht gern an das liebgewordene Spielzeug seiner Kindheit? – Damit sind bleibende emotionale Erinnerungen verbunden, die ein Leben lang vor allem die etwas älteren Menschen begleiten. Umso mehr sind wir mit diesem Spielzeug verbunden, je ärmer und entbehrungsreicher diese Zeiten waren. Wer denkt nicht gern an seine erste Laubsäge kurz nach dem Krieg? Wem kommt nicht die erste Stoffpuppe in den Sinn, die die Großmutter in den Kriegstagen für die Enkelin gefertigt hat? – Wie viel Freude kommt da noch nach Jahrzehnten auf, wenn man ein einfaches, aber damals umso wertvolleres Geschenk unterm Weihnachtsbaum gefunden hat?

Das Deutsche Schuhmuseum beabsichtigt, ab 15. November über die Weihnachtszeit eine kleine nostalgische Ausstellung mit diesen liebgewordenen Spielsachen aufzubauen. Die Idee kam aus der Mitte der Bevölkerung: „Das wäre doch auch gerade in der Weihnachtszeit eine schöne Ausstellung in unserem Museum“, meinten die Initiatoren und machen sich jetzt an die Verwirklichung.

Damit die Ausstellung zustande kommt, brauchen die Verantwortlichen aber die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger in der Südwest- und Südpfalz. „Wir wollen einen historischen Einblick in die damalige Spielwelt geben, und die war genau so einfach wie erfindungsreich“, ermuntert Museumsleiter Schächter, alle, die mitwirken wollen, ihre liebgewordenen Spielsachen dieser Zeit für ein paar Wochen leihweise zur Verfügung zu stellen.

„Mein größtes Glück an Weihnachten 1944 war der Kurzurlaub meines Vaters“, sagte die heute 79 jährige Frau aus Annweiler, die schon vor einigen Jahren dem Museum neben Kleinkinderschuhen auch eine schöne kleine Puppe übergeben hatte. Diese Puppe, die der Vater aus Frankreich mitgebracht hatte, habe sie so glücklich gemacht, dass sie heute noch an diese für sie wunderschöne Kriegsweihnacht mit den Glücksgefühlen eines damals neunjährigen Mädchens emotional erinnert werde.

Wir wissen heute auch, wie Eltern und Großeltern fast alle Spielsachen selbst angefertigt oder gerade in den „Fuggerzeiten“ nach dem Krieg mit der „Zigarettenwährung“ Spielsachen für die Kinder eingetauscht haben. In der Schuhregion um Pirmasens und Hauenstein wurde damals sogar für ein Paar Schuhe oder Sohlen auf dem Schwarzmarkt auch schon einmal eine Schildkrötpuppe mit Puppenküche oder eine Dampfmaschine eingetauscht . Aber bis in die ersten Nachkriegsjahre entstanden die schönsten Geschenke durch Selbermachen durch die Eltern oder den handwerklich begabten Großvater, der schon einmal den „Schockelgaul“ anno 1947 selbst zusammenbaute . Diese Spielsachen haben in der Tat auch heute noch eine sozialgeschichtliche Zeitzeugenfunktion mit unbezahlbarem ideellen Wert, wie etwa der mit Holzwolle ausgestopfte Teddy oder das „abgeliebte“ Stofftier, das die Großmutter in den Nachkriegsjahren anfertigte und so bleibende Freude auslöste, die heute noch mit Händen zu greifen ist.

Nach der Währung kamen die ersten „Märklin“ auf, im Mädchenspielzimmer kam jetzt jedes Jahr etwas neues zum nostalgischen Kaufladen oder zur niedlichen Puppenküche dazu, die Spielwarenindustrie fing an zu boomen und schuf wunderbare Beispiele der ersten Wirtschaftswunderjahre. Diese Jahre der Kriegs- und Nachkriegszeit waren geprägt von der Liebe und Anhänglichkeit zu all diesen Sachen, die die damaligen Kinderherzen so begeistert haben, und die auch dann nicht weggeworfen wurden, als alles „viel schöner“ aber auch emotionsloser und beliebiger wurde.


Obwohl das Museum auch über einige „nostalgische“ Spielzeuge verfügt, ist man jedoch angewiesen auf die Mithilfe vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger, die an einer solchen Ausstellung mitwirken können.

„Meine Spielsachen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit“ sollen also in einem besonderen Ambiente ausgestellt werden, natürlich auch garniert mit kleinen Schühchen und Holzkleppern aus dieser Zeit, wie es sich gerade in einem Schuhmuseum anbietet. Die Leihgaben sind versichert und kommen nach der Ausstellung auch garantiert wieder an ihre Besitzer zurück.

Also: Wer macht mit? – Die Ausstellung soll – wenn sie zustande kommt- unter dem Thema stehen „Spielzeug aus der Kriegs- und Nachkriegszeit“, ein besonderes und lohnenswertes Ziel für die ganze Familie gerade in der Vorweihnachts und Weihnachtszeit.

Das Museum bittet um Exponate aller Art bis zum 5. November 2014, und die Verantwortlichen wünschen, dass bereits in den nächsten Tagen die ersten Spielsachen aus einer schweren, aber auch erinnerungsreichen Zeit bereits in den nächsten für einige Wochen ins Museum kommen.


Info: Nostalgische Spielsachen

Telefon:

06392 9233340

oder info@museum-hauenstein.de



Foto: Spielsachen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, die das Museum bereits besitzt: ein wunderschöner alter Herd, eine fantasievolle Postkutsche, das Buch zum Selbermachen und der „abgeliebte“ kleine Lieblingsteddy



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