Nostalgie im Museum

„Mein Spielzeug aus der Kriegs- und Nachkriegszeit“ – Eine Märchenreise in die Kindheit“
 

Willy Schächter


Das Deutsche Schuhmuseum zeigt bis 3. Mai 2015 (Verlängerung) eine überaus sehenswerte Sonderausstellung, die weit über die Schuhkultur hinausgeht und sich der sozialgeschichtlichen Museumsaufgabe widmet: Wie lebten Menschen und Familien in besonders prägenden Zeitabschnitten zusammen, wie trotzten sie dem Mangel von Kriegs- und Nachkriegszeiten, wie versuchten Väter und Mütter in Zeiten ,als es eigentlich in erster Linie um das blanke Überleben ging, trotzdem den Kindern mit kleinen Aufmerksamkeiten große Freude zu machen. Aus der Mitte der Mitte der Bevölkerung aus der gesamten Pfalz kamen insgesamt über 3 000 zum Teil sehr kostbare Einzelobjekte „aus einer anderen Zeit“ zusammen, die vielen Menschen doch noch so nahe ist. Kinderherzen brauchen nicht viel, die Spielwelt der Kinder in Kriegs- und Nachkriegszeiten war so einfach, wie sie erfindungsreich war: Die alte Puppe aus Lumpen und das Auto aus Holz ließen inmitten von Not und Mangel Kinderaugen mehr leuchten als in unserer fantasielosen Überflusswelt.

Wir wissen heute auch, wie Eltern und Großeltern fast alle Spielsachen selbst angefertigt oder gerade in den „Fuggerzeiten“ nach dem Krieg mit der „Zigarettenwährung“ Spielsachen für die Kinder eingetauscht haben. In der Schuhregion um Pirmasens und Hauenstein wurde damals sogar für ein Paar Schuhe oder Sohlen auf dem Schwarzmarkt auch schon einmal eine Schildkrötpuppe mit Puppenküche oder eine Dampfmaschine eingetauscht . Aber bis in die ersten Nachkriegsjahre entstanden die schönsten Geschenke durch Selbermachen durch die Eltern oder den handwerklich begabten Großvater, der schon einmal den „Schockelgaul“ anno 1947 selbst kreierte . Diese Spielsachen haben in der Tat auch heute noch eine sozialgeschichtliche Zeitzeugenfunktion mit unbezahlbarem ideellen Wert, wie etwa der mit Holzwolle ausgestopfte Teddy oder das „abgeliebte“ Stofftier, das die Großmutter in den Nachkriegsjahren anfertigte und so bleibende Freude auslöste, die heute bei den älteren Menschen noch erinnerungsträchtige Emotionen auslösen kann


INFO:

Die Ausstellung ist täglich (auch sonn- und feiertags ) bei freiem Eintritt geöffnet. Nähere Infos über www.museum-hauenstein.de und info@museum-hauenstein.de Tel. O6392 92 33 34 0.


Kids on Tour Kinderrallye


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