Guido Müller: schnellster Rentner der Welt

 
Seit mehr als 25 Jahren läuft der 71jährige Guido Müller aus Vaterstetten bei München von Weltrekord zu Weltrekord und „revolutioniert damit“, wie der Focus kürzlich in einem  dreiseitigen Artikel über den „schlohweißen Usain Bolt“ schrieb, „das bisherige Bild vom Altern“. „Liegt in seinem Körper  der Schlüssel zur beinahe ewigen Jugend?“ fragt der Focus  und  kommt nach den Auswertungen medizinischer Untersuchungen zum Schluss: „Keiner  scheint so langsam zu altern wie der gelernte Schuhverkäufer aus dem schwäbischen Kornnwestheim, der jetzt in München wohnt, wenn er nicht gerade zu Wettkämpfen in aller Welt unterwegs ist.
Dieser Tage war er Ehrengast im Hauensteiner Schuhmuseum- natürlich auf der Durchreise zum nächsten Sportereignis der deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer. So einfach, sympathisch und nett der „Schuhmensch“ Guido Müller sich bei seinem Besuch in Hauenstein zeigt, so beispielhaft und unerklärlich sind  die Rekorde des schnellsten Rentners der Welt: Er hält in den Sprintstrecken acht Weltrekorde. Bereits zweimal kürte ihn der Leichtathletikweltverband IAAF zum besten Senioren der Welt. .Alle Sprintstrecken sind seine Domäne, bei den 400 Metern hält er heute noch den Weltrekord in der M 45-Klasse, den er vor Jahrzehnten aufgestellt hat mit sagenhaften  50,1 Sek.
In wissenschaftlichen Artikeln ist zu lesen, wie das Phänomen Guido Müller die Fesseln des Alters sprengt, mehrere Universitäten kamen zu Ergebnissen, die in der ganzen Sportmedizin aufhorchen lassen: Der schnelle Graukopf besitzt mit 71 Jahren noch  Leistungswerte wie junge Olympioniken von 30 Jahren: Beispiel  Welttitelkämpfe 2009 in Lahti (Finnland) und Zitat Focus: „Der  ergraute Sprinter  definiert völlig neu, was Körper im Alter  leisten können. Wenn er losspurtet, wirkt es als würde die Zeit zurückgedreht“: Mit 59,34(!) Sek. sprintete der 71(!) jährige beste Seniorenathlet ins Ziel. Insgesamt kam der Athlet mit fünf Welttiteln aus Finnland zurück. Trotzdem hat Guido Müller ein Problem: In seiner Wohnung türmen sich mittlerweile hunderte von Pokalen internationaler Siege, „dass es mir schwer fällt, den einen oder anderen Goldpokal herauszufinden. Mittlerweile dürfte ich so rund 220 Erstplatzierungen in aller Welt errungen haben“.
Und was hat das Ganze mit dem Deutschen Schuhmuseum Hauenstein zu tun? – Als Ortsbürgermeister Rödig von der „Sportlegende“ Müller hörte, war es  zu dem Wunsch nicht mehr  weit, dass seine legendären Sprintschuhe in die Promiabteilung des Museums müssen. Und Guido Müller wäre nicht Guido Müller, wenn er dies nicht ermöglicht hätte. Der Schuhmensch Müller zeigte sich mit Ehefrau Helga und dem befreundeten Pirmasenser Ehepaar Knerr begeistert von der „Vielfalt und Lebendigkeit dieses großen Museums, was mein Herz als  Schuhmensch höher schlagen lässt“ Die einzigartige Idee, Promischuhe in aller Welt zu sammeln, bewertete der Ausnahmesportler und „Wunderrentner“ (Focus) als eine glänzende Idee mit Motivationssignal. Seit 1983 lief er mit den superleichten Sprintschuhen, die ab sofort im Museum stehen, Weltrekord um Weltrekord. „Wenn  die Spikes (Größe 44) jetzt in diesem Museum stehen, ist es für mich eine Genugtuung auch dafür, dass sie vielleicht andere junge und ältere Menschen anspornen, Sport zu treiben“ meinte die Sportlegende Guido Müller. In jedem Alter lohne es sich anzufangen, „man muss nur konsequent sein“.
 
Foto: Liegt in seinem Körper der Schlüssel zur beinahe ewigen Jugend“ ? Der schnellste Rentner der Welt Guido Müller (München-Vaterstetten) (links) übergibt Ortsbürgermeister Rödig ein Paar seiner Weltrekord-Spikes
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